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Sehenswürdigkeiten

Die Gemeinde Laußig liegt am Rande des beliebten Naturparks Dübener Heide und besteht seit Juli 2007 aus weiteren 7 Ortsteilen. Diese sind mit Gruna, Pristäblich, Görschlitz, Authausen, Pressel, Kossa und Durchwehna überwiegend Heidedörfer, in denen Land- und Forstwirtschaft die Erwerbsgrundlagen bilden.

Laußig hat sich mit der Erweiterung des 1934 errichteten Beton- und Kieswerkes seit den 60er Jahren zu einer Industriegemeinde entwickelt. Es wurden Wohnblöcke errichtet, Schule und Kindereinrichtungen, sowie neue Handelseinrichtungen gebaut. Ein neues Gasbetonwerk entstand . Der begehrte Baustoff Gasbeton kann seit den 70er Jahren aus Laußig bezogen werden. 

Laußig besitzt eine gute Verkehrsanbindung mit etwa stündlichen Busverbindungen nach Eilenburg und Bad Düben und weiterführend nach Leipzig und Halle/Saale.
Die Bahnstation in Laußig  ließ der Graf Hohenthal im Jahr 1893 errichten. Um die Transportwege von Gruna, seinem damaligen Rittergutssitz, abzukürzen, wählte der Graf den Standort des Bahnhofes etwa 1 km vom damaligen Ortskern Laußig entfernt.
Die Strecke Leipzig - Wittenberg war für den Personen- und Güterverkehr freigegeben. 
Die Bahnverbindungen Eilenburg – Lutherstadt Wittenberg wurden nach ca. 100 Jahren 1998 für den Personenverkehr eingestellt. Derzeit ist noch Güterverkehr zwischen Laußig und Eilenburg zu verzeichnen, hauptsächlich Kiestransporte und Betonschwellen für die Bahn.
Seit September 2005 veranstaltet ein Verein gelegentlich Sonderfahrten mit Dampfzügen oder Triebwagen zwischen Bad Düben und Eilenburg. 

Mitte Mai 2008 fanden auf der Bahnstrecke bei Laußig Dreharbeiten zu dem Hollywood-Film "The last Station" mit Christoph Plummer in der Hauptrolle statt. Es ist ein historischer Film über die letzten Lebensjahre vom russischen Schriftsteller Leonid Tolstoi, der partiell in der Dübener Heide gedreht wurde.    

   

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch den Kiesabbau nahe dem Betonwerk Laußig entstand im Laufe der Jahrzehnte ein gewaltiger See, der noch heute dem Kiesabbau dient. Der Anglerverein hat am  Ufer sein Vereins-Domizil errichtet. Touristisch erschlossen ist dieser Kiessee nicht.

Das Naturschutzgebiet Dübener Heide lädt zum Wandern, Waldbeeren und Pilze sammeln ein. Für Radtouristen gibt es verschiedene Touren, die in Radwanderkarten aufgelistet sind, z.B. den Mulderadweg Bad Düben - Grimma oder den Torgischen Weg.
Die Dübener Heide ist im letzten Jahrzehnt umfassend für den Reitsport und das Reitwandern erschlossen worden. Zahlreiche beschilderte Reitwanderwege und Reitwanderkarten leiten diese Touristen sicher durch das Mischwaldgebiet.

Der Ort Laußig entstand an der Mulde. Dieses ist ein interessanter Fluss, der jährlich durch seine mehr oder weniger starken Frühlingshochwasser seinen Flusslauf ständig verändert, in dem er Kiesheger und fruchtbaren Boden anlandet. Der Fischfang stellte früher neben der Jagd die Haupterwerbssquelle dar.

Schlauchboot- oder Kanutouren auf der Mulde sind im Trend. Eingesetzt werden kann an der Muldenbrücke in Eilenburg, an der Fähre in Gruna oder in Bad Düben. Das Bootfahren auf der Mulde ist mit Rücksicht auf naturschutzrechtliche Belange in einem Zeitfenster vom 15. Juli bis 31. Oktober erlaubt. 

Die Muldenaue ist für Radwanderer oder Spaziergänger besonders reizvoll.
Die Ruhe in Ufernähe oder die kühlende Nähe des Wassers laden zum Relaxen ein.Wasservögel und Bodenbrüter können hier beobachtet werden, selbst Meister Adebar lässt sich im Sommer bei der Futtersuche auf den Muldewiesen nicht stören.                         

Die Idylle der Auenlandschaft erreicht ihre Vollendung, wenn der Schäfer mit seinen Hunden und der quirligen Schafherde vorbeizieht. 

                              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Spaziergang von Laußig zum Ortsteil Gruna ist zu Fuß oder per Rad von jedermann gut zu absolvieren. Es sind etwa 2 km Fußmarsch entlang den Deichanlagen an der Mulde. Von weitem grüßt der Wendenturm.
Gruna – einstiger Herrensitz derer von Spiegel, besitzt eine Wasserburg mit Wendenturm, einen sehr schönen neu gestalteten Dorfplatz mit Bürgerhaus und Vorplatz neben der aufwendig rekonstruierten Kirche. Diese wurde Ende 2008 nach 45 Jahren des Brachliegens wieder eingeweiht. Sie soll sowohl für Andachten, als auch für Ausstellungen oder Konzerte genutzt werden. Am 13. Mai 2010 wurde dieses Gotteshaus als 19. Radfahrerkirche Deutschlands eröffnet.

Zum Einkehren  lädt den hungrigen Wanderer das Fährhaus Gruna ein. Von dort könnte er gestärkt übersetzen - per pedes oder mit dem Rad - mit der Personenfähre über die Mulde nach Hohenprießnitz, wo das Schloss der einstigen Herren von Gruna und Umgebung steht. Der Schloßpark birgt einige Kostbarkeiten botanischer Art und lädt zum Spazieren gehen und Verweilen ein.

Gruna wurde im Jahr 2002 durch die Jahrhundertflut mit schlimmen  Zerstörungen und Verwüstungen heimgesucht. Viele Einwohner verloren ihr Hab und Gut. Durch die deutschlandweit angelaufene Hilfe und Spendenaktionen konnten schöne Eigenheime danach im Ortsteil Gruna neu gebaut  bzw. wieder renoviert werden.
Der Wiederaufbau war abgeschlossen, als im Jahr 2013 eine erneute Hochwasserflut das Dorf mit schwersten Schäden heimsuchte. Wieder mußten die Einwohner allen Mut zusammen raffen, um das gerade wieder Hergestellte und aufs Neue Verlorene nochmals aufzubauen. 
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Aller zwei Jahre findet in Gruna etwa Mitte September das Fährfest statt.  2014 wurde die 14. Muldenkönigin gekrönt.
                                                                        
                                                                       
Beim Anklicken dieses Fotos können Sie Bildergalerien vom Fährfest 2010 sehen.

Besonders für junge Leute mit Kindern ist der Ort als Wohnstätte interessant. Gruna liegt verkehrsberuhigt und nahe der Mulde. Es hat viel Grün zu bieten. 2008 lebten im Ortsteil Gruna 213 Einwohner.

Die Gemeinde Laußig besitzt im Ortsteil Authausen  zwei rekonstruierte Bockwindmühlen. Diese stellen am Mühlentag ein lohnendes Ausflugsziel für Radwanderer oder Touristen dar.

   

 Mühle "Fiehn" Authausen                           Mühle "Ludwig" Authausen

Desweiteren gibt es in Authausen die Steinerkeide. Neben Disko, Konzerten und diversen Festen findet alljährlich hier Anfang September ein Bikertreffen statt.
An diesem Treffen beteiligen sich deutschlandweit ca. 400 Biker. Es ist imposant, wenn am Samstagnachmittag schon von weitem ein Brummen zu hören ist, welches  immer lauter anschwillt. Dann sind die Biker auf ihrer Rundfahrt durch die Heidedörfer unterwegs. An den Straßenrändern dieser Ortschaften warten die Zuschauer bereits auf das Gänsehauterlebnis, wenn alle ca. 400 Bikes vorbeidröhnen.

Im geschichtsträchtigen Schloß Pressel befand sich bis Ende 2010 der Sitz des Naturparkbüro Sachsen des Vereins Dübener Heide e.V.
Etwa 1 km hinter dem Ortsausgang von Pressel in Richtung Torgau befindet sich gegenüber der Gaststätte / Ferienpark Neumühle der Campingplatz Pressel. Ca. 200 Dauer-Camper aus nah und fern genießen hier in der schönen Dübener Heide ihre Freizeit.
In Pressel gibt es den Presseler Karnevalverein, den PKV. Am 11.11. vollzieht er mit dem Bürgermeister die Schlüsselübergabe am "Narrenstein". 
Bis 2015 veranstalteten die Mitglieder des PKV am Tulpensonntag einen zünftigen Karnevalsumzug.
Ein berühmter Presseler war Gustav Kögel. Ihm zu Ehren wurden ein Kögel-Gedenkstein und ein Rundwanderweg errichtet.

Durchwehna besitzt seit Anfang des 18. Jahrhunderts eine Pechhütte.
1702 wird die Pechhütte erstmals urkundlich erwähnt. In Familienbesitz der Familie Schlobach war sie mehrere Jahrhunderte. 1900 wurde sie zu Ehren von Friedrich Schlobach in „Friedrichshütte“ umbenannt.  Das Pech diente zum Abschmieren von Wagenachsen, Abdichten von Booten, Auspichen von Fässern, zum Tränken von Netzen.
Im Jahr 1815 ging Durchwehna von Sachsen nach Preußen über. Durchwehna war durch Lehnsbrief der Adelsfamilie von Spiegel zugesprochen. Noch heute erinnert der Name der längst ausgedienten Wassermühle daran, die den Namen Spiegelmühle trägt. Die Ausflugsgaststätte "Friedrichshütte" lädt den Wanderer zur Rast ein. 

Viel Interessantes können Sie im Naturpark Dübener Heide erleben und erfahren. 

Gemeindeverwaltung

Leipziger Str. 23
04838 Laußig
Tel.:         034243 / 339 0
Fax:         034243 / 339 21
E-Mail:     info[at]laussig.de
Internet: www.laussig.de