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Kossa

Aus der Chronik 


Um Christi Geburt bewohnten diese Gegend die Hermunduren (germanische Stämme).

Allmählich setzten sich hier slawische Stämme fest, die über die Karpaten und Russland kamen. Mit der deutschen Ostexpansion wurden im 10. Jahrhundert die Slawen unterdrückt und vertrieben.
                                                                      

  

Der Namen erinnert noch an die Slawenzeit: Kossa hieß damals „Kos“, was soviel wie Sichel oder Sense bedeutet. Das Gebiet war sehr feucht und sumpfig. Besonders am Gleinerbach fand man viel Raseneisenschlacke. Durch Schmelzen gewann man daraus Eisen. Kossa kann demzufolge auf eine lange Schmiedetradition zurückblicken.

 

Das Vorwerk zu Kossa existierte schon vor 1464. Das Wesentlichste an diesem Vorwerk war eine Schäferei. Um das Vorwerk „Kassaw“ bildete sich später das Dorf und das Rittergut Kossa. Hier dominierte zu dieser Zeit bei einem Bestand von etwa 500 Tieren die Schafzucht.

Im Jahr 1464 wird Kossa erstmals urkundlich erwähnt in einem Lehnbrief des Kurfürsten Ernst und dem Herzog zu Sachsen an die Gebrüder Spiegel zu Gruna. Das Rittergut Kossa, welches im Besitz der Familie Spiegel war, sollte belehnt werden. Zu diesem Zeitpunkt hieß die Siedlung „Kassaw“ bzw. „Kossowe“.

Vom  Geschlecht derer von Spiegel und des Grafen Hohenthal ist schon einiges in der Ortschaft Gruna berichtet worden. Die Gutsherren von Kossa waren ebenfalls mit diesen Adelsgeschlechtern verbunden. Das Rittergut hatte jahrhundertlang eine große Bedeutung für das Dorf. Es unterlag jedoch ständigem Besitzerwechsel. Aus dem Lehenbrief erfahren wir:
Bereits am 29. November 1464 wurde das Gut in Kossa vom Kurfürsten zu Sachsen an die Familie von Spiegel übertragen.
...
Kossa erfuhr 1637/1638 durch den Dreißigjährigen Krieg eine große Sterberate. Ab dem Jahr 1637 wütete die Pest. Im ersten Halbjahr trägt Pfarrer Reinecius 76 Sterbefälle ins Kirchenbuch ein. 1639 lebten in Kossa nur noch 5 Personen im Dorf, alles war verwüstet. 
In den folgenden 40 Jahren begann das Dorf wieder zu erblühen. Die Bauern kamen aus Stellen, die „Wüst“ blieben, ins Dorf zurück.

1815 geht Kossa von Sachsen nach Preußen über.
Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Hälfte der Einwohner Landwirte, ein Drittel Arbeiter und eine große Zahl Händler. Wichtige Nebeneinnahmen erzielte die Landbevölkerung durch die Staatsforsten, sowie Holzeinfuhr nach Leipzig.
 
1922 wird eine Holzdestillationsfabrik gegründet.
Quelle: Auszug aus der Chronik von Kossa/Durchwehna 

Ein dunkles Kapitel der Geschichte aller Deutschen war der 2. Weltkrieg und die damit einhergehenden Greueltaten. 
So berichtet eine Dokumentation, welche von Schülern des 
Albert-Schweitzer-Gymnasium Bad Düben
im Jahr 1996 erstellt wurde, über den 
Todesmarsch französischer Häftlinge 1945
Neu-Staßfurt - Annaberg/Erzgebirge, welcher auch durch die Gemeinden
Kossa und Durchwehna führte.

                                                      
1946 begann der Bau des Großwasserwerkes auf dem Gelände des ehemaligen Werkes „Buche“.
Quelle: Auszug aus der Chronik von Kossa/Durchwehna 
   

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