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Geschichte

Aus der Chronik
 
Im Jahre 1464 wird Görschlitz erstmals als „Gorselwitz“, was soviel wie „Dorf an der Berglehne“ bedeutet, urkundlich erwähnt. Von Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht zu Sachsen bekamen es die Gebrüder Spiegel zu Gruna zuerkannt.
Zur Zeit der Reformation hatte der Ort 19 Hufen (1 Hufe = 13 ha) und gehörte kirchlich ab Ende des 16.Jahrhunderts zu Pristäblich, vor dem zu Düben. Bis zum 02.08.1815 gehörte Görschlitz zum Sächsischen Amte Düben und damit zum Kurfürstentum bzw. Königreiche Sachsen. 
Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses zählte der Ort mit seinen damals 320 Einwohnern bis 1952 zu dem neu geschaffenen Kreis Bitterfeld und damit zu Preußen.
Ähnlich wie in den anderen Ortsteilen siedelten hier zunächst Slawen, welche während der Ostexpansion Deutschlands im 10. bis 12. Jahrhundert vertrieben wurden. Den Haupterwerb bildeten Bienenzucht, Viehzucht und Ackerbau.
 

Den 2.Weltkrieg hat der Ort fast unbeschadet überstanden. Bei Einmarsch der Amerikaner am 24.April 1945 ergaben sich zerstreute deutsche Soldaten, es fiel kein einziger Schuss.

                                                                         

 

 

 

 

 

 
In Görschlitz gibt es seit 2001 einen Hexenstein. Er wurde zum Gedenken an die Opfer der schlimmen Hexenverfolgungen zwischen 1560 und 1640 errichtet. Der Dreißigjährige Krieg forderte viele Tote. Missernten und Wetterkatastrophen versetzten das Land in dämonische Stimmung. Das war der ideale Nährboden, auf dem es zu einer Hexenverfolgung ohne Gleichen kam. Dem Verlust der Ernte auf den Feldern folgte der Tod unzähliger Menschen auf dem Scheiterhaufen.

Der Hexenstein und die daneben stehende aus Holz geschnitzte Hexe stehen nicht für Hexenkult oder eine Hexe aus dem Märchenbuch, sondern sollen ein Symbol der Unmenschlichkeit sein, zum Gedenken an eine Frau, die als angebliche Hexe grausam zu Tode kam. Die Frau hieß Elisabeth Mann und lebte Ende des 17.Jahrhunderts in Görschlitz. Sie wurde von einer Familie angezeigt und der Hexerei bezichtigt. Die Leute hätten nicht schlafen können und beim Aufräumen ihres Bettes ein Säcklein mit Teufelskram im Stroh gefunden. Die Elisabeth Mann hatte zuvor in diesem Haus gewohnt. Man warf sie ins Gefängnis auf der Burg Bad Düben. Immer wieder beteuerte sie unter mehrmaliger Folter ihre Unschuld. An den Folgen dieses grausamen Martyriums verstarb sie am 6. November 1699. (Überliefert von Heimatforscher Willy Winkler).



  Ansicht Görschlitz aus Richtung Laußig

                                                                      

 

 

 

 

 

 

  Willkommensgruß für Besucher                    Die neue Hexe - seit 2010

                                                                          

 

 

 

 

 

 

 Blick vom Bürgerhaus Zur Kirche                   Spielplatz neben Bürgerhaus

 

 

 

 

 

 

 

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