Aktivitäten zur Demografiestudie
Dieser Kommunikationsprozess soll vor Ort mit den Unternehmen, Bürgern, zwischen Kommunen und Vereinen aufgebaut werden, um kreative Ideen und neue Lösungen im Umgang mit dem demografischen Wandel zu befördern.
mm
Vom Planungsbüro Christine Schiemann wurden Fragebögen erarbeitet, die von den Bürgern der Gemeinde Laußig auszufüllen waren.mmm
Kommentar aus der LVZ vom 13.12.11:
Die Demografie-Studie für die Gemeinde Laußig ist zwar noch nicht fertig, doch erste Ergebnisse liegen bereits vor. Denn die Befragung der Einwohner in den acht Dörfern zur Lebenssituation ist weitgehend abgeschlossen und brachte aufschlussreiche Erkenntnisse an den Tag, wie Planerin Christine Schiemann feststellte.
Zunächst das Zahlenwerk: In der Gemeinde Laußig leben insgesamt 3951 Menschen in 2201 Haushalten. Wie berichtet, waren in den vergangenen Wochen zahlreiche Teams unterwegs und baten die Leute, einen Fragebogen auszufüllen, dessen Ergebnisse letztlich die Grundlage für die Erstellung eines Konzeptes sind. Weit über 1000 Bögen liegen nunmehr vor, gelten als auswertbar und sind zum Teil auch schon von dem Büro der Sausedlitzerin Planerin ausgewertet worden. Das macht eine Quote von über 45 Prozent aus, sprich, die Hälfte aller Haushalte haben verwertbare Angaben gemacht. „Die Bevölkerung stand unserem Anliegen aufgeschlossen gegenüber", sagte Schiemann. Lediglich zwölf Prozent hätten sich ablehnend gezeigt und wollten sich nicht an der Fragebogen-Aktion beteiligen.
Blickt man auf die ersten Ergebnisse zum Themenbereich
Wohn-, Lebens- und Freizeitbedingungen:
erklärten
99,5 Prozent, dass ihnen das Landleben gefällt.
Fast genauso viele zeigten sich auch zufrieden mit dem eigenen Wohnort,
während
88,1 Prozent auch künftig in ihrem jeweiligen Dorf leben und
9,9 Prozent, etwa 80 Menschen, angaben, aus dem Ort wegziehen zu wollen.
mmm
Besonders ausgeprägt sind die
Wegzugsabsichten in den Dörfern:
Pressel (33 Prozent) und
Kossa (22 Prozent), gefolgt von
Pristäblich (18 Prozent),
Görschlitz (10 Prozent),
Authausen und
Durchwehna (8 Prozent) sowie
Gruna (3 Prozent). Der Ort
Laußig ist diesbezüglich noch nicht ausgewertet worden.
mmm
Am häufigsten beklagten die Einwohner, dass im Bereich der kommunalen Jugendarbeit ungenügend getan werde. Ebenso fehle es an geeigneten Freizeitangeboten für Jugendliche. Als ungenügend wurden auch Freizeiteinrichtungen für Kinder bewertet, zum Beispiel Bibliotheken im Ort, Spiel- und Sportplätze. Als befriedigend schätzten mehr als die Hälfte der Befragten die Situation Kinderkrippen- und Kindergartenplätze ein, die Angebote im öffentlichen Personennahverkehr und den Bereich Grundschule. Gute Noten erhielten das Wohnumfeld, die eigenen Wohnbedingungen, Dorffeste und Veranstaltungen sowie das Vereinsleben. „Die ortskonkreten Gründe müssen wir noch auswerten", erläuterte Schiemann weiter. „Leider sind auch sehr wenige Jugendliche befragt worden." Lediglich ein Prozent der unter 20-Jährigen machten Angaben. „Hier haben wir noch Nachholbedarf, wollen aber nochmal direkt auf die Jugendlichen zugehen."
Alles in allem seien die Bürger mit dem Thema Demografie kritisch umgegangen. Im nächsten Jahr werden dann aus den Ergebnissen Maßnahmen abgeleitet, die künftig umgesetzt werden sollen.
Quelle: LVZ-online, 13.12.2011, Text: Nico Fliegner